SENFSUBJEKT 27: WOHNHAFT




Wohnhaft 
in meiner Wohnhaft.
Mit nem Löffel 
im Gesicht
das Lächeln abgeben.

Böse Miene 
meißelt Sich in Stein.
Devise Krise 
miese und nie allein
reiten die Apokalyptischen Reiter ein.
Niemand führt jemanden an, 
doch bang ist Menschling 
dann und wann verdammt
in Utopie Diktatur, 
sach an Freiheitszwang.
In Dystopie Demokratie 
geht die Angst auf Stimmfang.

Schachern, Vitamin B geboostert 
Vetternwirtschaftsbann.

Die Hütten kollabieren 
im Gegenwind während
die Paläste für Prunk 
und Fassade sind vorbestimmt.

Man baut sie aus für Symbolik, 
Diplomatie, Saus und Braus.
Worte werden geworfen, 
scharfzüngige Sanktionen.
Am Ende ist alles gesagt, 
es bleibt nur noch lauthals
das große Schweigen auszusitzen.

Es rasseln Säbel und es fallen Schüsse.
Alles ist nur solange es gut geht.
Wer wahrlich zu lieben vermag hat Macht,
über die ureigene Angst 
die Schattenkluft die klafft.

Wer mahnisch Macht bewahrt 
hat für die Liebe
keinen Platz, 
Ideologie und Berufung 
schmiegen sich sacht
in die höchste Hybris, 
Handeln wird Gottgedient Schicksalhaft.
Es prügeln noch immer 
Menschlinge aufeinander ein die Sich
nicht kennen für andere 
die Befehlstöne säuseln im
Hintergrundrauschen 
all der hochgekochten kalten Kriege.

Nur ein Moment noch 
ziehen Schatten Sich lang.
Bis am Ruhepunkt 
innen Lichtblick begann.
Gute Absichten pflastern das Land
mitten in Wahn 
und bösen Gebots Bann.

Alle Nase lang schnüffelns, 
bis ganz
hoch zum harschen Himmel 
stank entlang.

Brotesser gewandt gen Heilig Herren.
Wessen Brot er frisst 
dessen Lied der Hungerkünstler sang´.
Ohrwurm von Mängelmantren
Ungläubiger 
komm auch du und tritt heran,
stimm dich ein 
in den Klang 
gehüllt in Gewand.
Die Transformation begann.
Vogelfrei oder Vogelkäfig.
Spazieren oder Stechschreiten.
Wohnhaft in meiner Wohnhaft.
Mit nem Löffel im Gesicht
das Lächeln abgeben.

#immerliebzueinandersein 

beste Grüße,
M.