SENFSUBJEKT 46: EIN GESCHENK DAS NIEMAND WILL



Wir sitzen in Gesellschaft, sind doch allein. 

Wir laufen zu Tausenden sind doch nicht eins,
zuviele Ideologien streben untereinander
nach dem Herrschaftsgeist. 

Von Deutungshoheiten einverleibt
der Kronprinz der Wirrungen
preist seine Zeit seinerseits.
Tragen Anderungen mit uns rum,
denn wenn wir uns in Stillen fragen
wieviele Meinungen wirklich uns Selbst gehören,
stehen wir erschreckt mit leeren Händen da. 

Lasst uns festhalten
was an Intuition intrinsisch
in uns schlummert,
was wir wissen müssen
ist schon da im Hiersein.

Im jetzt jenseits von Jenseits.
Aber nur wenn du dich erinnerst.
Traust du dich zu vertrauen
musst du dich erst trauen
deinem Urteil zu vertrauen.

Rebelliere durchs gehorchen
so wie’s auf den
modischen Mützen geschrieben steht.
Die Individualistenarmee marschiert wieder
im ureigenen Schritttempo auf die Kluft zu
dessen Gähnmaul garstig gähnt
um Alle aufzunehmen,
der Abgrund starrt uns an,
endlich fühlen wir uns beachtet und gesehen.

Lets Go Frau, Mann, Kind alle eingereiht
stechschritt marschiert im Einheitsgeist
entgleist irgendwann die Gute Miene
die Menschling macht mit Macht
zum bösen Spiel,
dahinter steht das Gesicht
des schockierten Kreideschrei‘s
eingeweist in Weisung und Weihe eingeweiht. 

Die Sekte der Normalität des Närrischen,
des normativen Wahns so wie Erich Fromm es meint. 

Wieder eine Meinung die ich meine zu meinen
bezeichne als meins, doch nichts daran gehört mir.
Durch mich fliesst nur die Kenntnis von Erkenntnis
bereits präsent in Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. 

Menschlinge sind nur Sender und Empfänger
die Information in Formation
tanzt auf paar Meter Metaebenen
einen gebrochenen Tanz. 

Alle sind Art Beuys und Girls divers Divers
am Endes Tags’ sind Alle Menschlinge. 

Allen ist ihr Leben und Würde gegeben
ab dem Moment wo sie leben
doch Worte zu meinen ist eins
aber sie zu leben und zu materialisieren
das bedeutet handeln und bewegen,
nur Taten zählen
während wir reden und reden
aber nichts durch Tat beleben 
wer Art sagt muss auch B
Beuys und Girls sagen. 

Wir sind Kunst in des Lebensnebeldunst.
Ich verdrehe Worte wie Tänze,
ehre so dass ich unbeschadet sein darf im Sein.

Die Meinung die nicht aneckt hat viele Anhänger
die sich anhängen und verlaufen beim mitlaufen
werden Agendenagenten ohne es zu merkeln. 

Wenn mehr fremde These aus uns spricht
als die Menschlinge die wir dahinter sind. 

Verrate mir ein Geheimnis,
sag mir - wer bist du wenn du allein bist?
Baust du dann auf oder ab? 

Sag mir wieviel Liebe du für dich hast
wieviel Macht die Angst in dir hat. 

Gehst du ab,
schiebst Film, Verdrängungsmechanismus
oder gehst du sie an
überwindest die Kluft den Bann
der Angst erneuerst fasst Wagemut 
Hoffnung tröpfelt herab
in dein Uhrsuppiertes Urvertrauen. 

In aller Munde spricht sich die Kunde rum
am Ende ist er schneller da als erwartet
der neue Anfang oder das Ende vom Anfang
ganz davon abhängig wo man Sich Selbst sieht. 

Wenn Menschling etwas liebt und es lebt
verkommt die große Erkenntnis zur Randnotiz.
Es reicht das große Glück kleiner Freuden. 

Ein Geschenk ist es unbeschadet zu leben.
Wir sollten öfter Danke sagen
für die Zeit die uns andere von Sich aus schenken.
Als Dank schenk Zeit mit zwei vollen Händen und einem Herzen.


#immerliebzueinandersein 


beste Grüße,
M.